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SAP
Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung
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05.09.18 10:27
SAP-Junior 
Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Hallo Zusammen,

Mich würde interessieren wie bei einer Implementierung von Non-SAP zu S/4 HANA die groben Schritte wären. Würde das dann genau wie Non-SAP zu SAP ERP entsprechen oder gibt es hier auch S/4 HANA spezifische Punkte. Ansonsten würde ich sagen, dass man die Orgstrukturen bespricht, Datenformat aus dem Non-SAP System und das Customizing. Geschäftspartner und Anlagenbuchhaltung evtl. noch gesondert eingehen, da diese ja in S4 etwas anders sind.

Habe ich das so grob richtig zusammengefasst oder liege ich total daneben?

Danke und viele Grüße,
SAP-Junior

05.09.18 10:53
Blue-Leo 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Hallo SAP-Junior,

Da kenne ich mich nicht aus, aber mein logischen Denken sagt, dass NON-SAP zu S/4 gleich mit Greenfield ist.


Viele Grüße,
Blue-Leo

05.09.18 11:05
SAP-Junior 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Hallo Blue-Leo,

ja, genau das gilt als Greenfield. Meine Frage geht eher in die Richtung wie man sich die Schritte als Projektleiter vorstellen würde. Ich würde mir das zum Beispiel wie folgt vorstellen:

Projektrahmen besprechen
Fit-GAP Analyse der Prozesse machen
Neuigkeiten im S4 abklären
Blueprint erstellen
Customizing
Datenmigration
Schulung
Testing

Das wäre der Projektplan den ich mir vorstellen könnte aber nicht weiß, ob das tatsächlich so passt.

Danke und viele Grüße,
SAP-Junior

05.09.18 11:27
Blue-Leo 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Tut mir leid, da bin ich raus.....
Die Schritte klingen logisch, aber ob was fehlt oder nicht...
Vielleicht ist da jemand, der helfen kann.

Viele Grüße,
Blue-Leo

05.09.18 11:50
R.F. 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Hallo SAP-Junior,

für langjährige SAP-Anwender ist es gerade die Fülle an Änderungen (nicht nur im System, sondern vor allem auch im Konzept und in der Denkweise von S/4 HANA) gegenüber ERP, die ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Als SAP-Neuling ist man daher sicherlich um einiges "unbelasteter" und kann die Umstellung grundsätzlich mit der gleichen Herangehensweise angehen wie eine ERP-Einführung. Viele wichtige Punkte hast Du ja oben schon genannt. Mit Einführung von S/4 HANA gibt es allerdings noch ein paar zusätzliche Auswahlmöglichkeiten, die bisher in ERP nicht zur Verfügung standen, z.B. die Frage, ob "on premise" oder "in der SAP-Cloud" betrieben werden soll, ob es Vorsysteme gibt, die im Rahmen von Central Finance integriert werden sollen...

Es empfiehlt sich also auf jeden Fall, den Projektplan aufgrund der zahlreichen Fragestellungen vielleicht ein wenig großzügiger anzulegen als bei einer ERP-Einführung und die Analysephase nicht zu kurz anzusetzen.

Bin gespannt, von den weiteren Schritten zu hören. Über welche Systemgröße reden wir denn in etwa? Wieviele Anwender und welche Module werden betroffen sein?

Viele Grüße,

R.F.

08.09.18 22:10
mstier 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Hallo

SAP empfiehlt für die Einführung von S/4 die SAP Activate Methode. Diese ist etwas anders aufgebaut als die alte ASAP Methode zur Einführung von ERP.

Am besten mal im Netz etwas suchen und dann findest du wie eine S/4 Implementierung aufgebaut ist.

Weiterhin kannst du prüfen, ob ihr euch evtl. mal die Best Practices ansehen wollt.

Zum Thema Cloud müsstet ihr dann noch prüfen welche Art von CLoud ihr haben wollt. Private Cloud oder managed Cloud.

Zum Thema Migration empfiehlt SAP mind 5 Migrationszyklen um einen sauberen Stand der Daten zu erhalten. Also rechtzeitig einplanen!!!

Wollt ihr Fiori Kacheln nutzen oder doch GUI? Auf jeden Fall solltest du ausreichend Zeit fürs Testen und Schulen einplanen. Es ist ein neues System und die Enduser müssen vo go live ausreichend geschult sein. Sonst gibt es nur Probleme

11.10.18 07:47
jdrei 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

SAP-Junior:
Hallo Blue-Leo,

ja, genau das gilt als Greenfield. Meine Frage geht eher in die Richtung wie man sich die Schritte als Projektleiter vorstellen würde. Ich würde mir das zum Beispiel wie folgt vorstellen:

Projektrahmen besprechen
Fit-GAP Analyse der Prozesse machen
Neuigkeiten im S4 abklären
Blueprint erstellen
Customizing
Datenmigration
Schulung
Testing

Das wäre der Projektplan den ich mir vorstellen könnte aber nicht weiß, ob das tatsächlich so passt.

Danke und viele Grüße,
SAP-Junior

Ich lasse mal die technischen Aspekte weg.

Der Punkt "Neuigkeiten im S4 abklären" macht hier wenig Sinn, denn wenn ihr von einem non-sap System kommt sind ja die Neuerungen von HANA genauso fremd wie ein System mit classic oder newGL. Außer du meintest, generell die Möglichkeiten (und Einschränkungen) eines SAP Systems zu erläutern.

Fit-GAP Analyse klingt schon mal gut, aber ich würde dringend empfehlen das Thema Prozesse grundsätzlich anzugehen. Ich habe zu häufig gesehen, dass bestehende Prozesse möglichst unverändert auf ein SAP System übertragen werden sollen und am Ende wird gestöhnt, dass die Prozesse auch mit SAP nicht besser geworden sind. SISO lässt grüßen...
Wenn die Prozesse erst einmal in SAP betoniert sind wird man diese eine ganze Weile lang nicht grundlegend anpacken - und damit Optimierungspotential verschenken.

Daher wäre meines Erachtens der erste Schritt, während andere überlegen ob man das in der cloud, on premise oder hybrid laufen lassen möchte, dass man sich die Prozesse grundlegend anschaut und optimiert. Erst wenn man dann weiß, wie die Prozesse aussehen sollten (Anorderungen), würde ich die Fit-GAP-Analyse starten (ggf. schon als Grobkonzept).

Falls ein Grobkonzept abgenommen ist kann man damit starten ein Feinkonzept/ Blueprint für die Umsetzung zu starten. Das betrifft nicht nur das Customizing, sondern auch den Themenkomplex Eigenentwicklungen, Schnittstellen und bereits hier: Test(konzept) und Migration(skonzept)!

Entsprechend hättest du in der Umsetzungphase neben dem Customizing, der Programmierung und der Schnittstellenentwicklung auch die verschiedenen Testphasen (V-Modell) und Migrationstests.

Die Schulung würde ich auch nicht als einen Block betrachten. Gerade wenn die meisten Anwender nicht mit SAP vertraut sind sollten Key-User von vorneherein auch aktiv in die Tests mit einbezogen werden und entsprechend frühzeitig geschult werden. Später sind diese als Multiplikatoren wichtig - die lernen bis zur Inbetriebnahme und müssen später ihren Kollegen zur Seite stehen können, wenn die teuren Berater weg sind.

15.10.18 08:20
RN_CC 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Hallo SAP-Junior,
ich kann mich meinen Vorrednern und insbesondere jdrei nur anschließen. Für Dich sind die Neuerungen im S/4 unwesentlich, da Du keine SAP-Altwelten migrieren musst. In den besten Template-Projekten in denen ich war, ist das Thema Anforderungen und Prozesse besonders fokussiert worden und ich würde Dir ebenfalls raten diese Punkte besonders herauszuarbeiten.

Es muss klar sein, welche Details im internen und externen Berichtswesen verfügbar sein sollen, ob die üblichen Reporting-Elemente (PrCtr, Segmente, Geschäftsbereiche) ausreichen oder weitere Kundenmerkmale notwendig sind, wie detailliert das Sales-Reporting sein muss, wie Stammdaten gepflegt werden, um sie möglichst sauber und einheitlich zu halten, etc.

Wenn Du die Anforderungen einmal zusammen hast, kannst Du die Prozesse durchgehen: Wie läuft aktuell Einkauf, Produktion und Verkauf ab, welche Varianten gibt es und wie sind die Prozesse im SAP Standard umsetzbar. Ich würde mich auch ganz klar an den Standard halten. Ihr fangt grün an und bevor ihr anfangt das System zu verbiegen, um die Altwelt zu kopieren, solltet ihr genügend Zeit für Redesign einplanen, um die Krankheiten von vorne herein auszumerzen, an denen so viele Unternehmen leiden, die schon lange SAP nutzen ;)

Viel Erfolg
R. Nowak

09.01.19 09:46
danilongo1978 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Hallo SAP-Junior,

um welche Unternehmensgröße handelt es sich bei dem Projekt?
Wir durften SAP bei einem 150-Mitarbeiter-Unternehmen einführen, die Firma hatte keine Erfahrung mit SAP.

Zwei Tipps vorab:



Nimm dir für den Kontenplan ausreichend Zeit. Das hat mich mindestens das 5-fache an Zeit gekostet, wie ich ursprünglich dachte. Insbesondere das Zusammenführen von Sachkonto und Kostenart haben mir zu Beginn einen bösen Streich gespielt :-)


Die Auslagerung der Bankenverwaltung (die übrigens genauso unnötig wie unpraktisch ist) sowie diverser CO-Apps ins Fiori können Probleme bereiten. Wichtig ist, dass die Basis das System sauber aufsetzt. Wir haben zwei Wochen gebraucht, um die Apps zum Laufen zu bringen, weil oData-Services etc. nicht richtig installiert waren.

Viel Spaß, das ist ein sehr spannendes Projekt!

Longes

14.01.19 09:32
bushman 
Re: Vorgehensweise von Non-SAP zu S/4 HANA Implementierung

Hallo,

in On Premise oder in S/4HANA Cloud? Ich würde empfehlen, sich mit der Cloud-Version näher zu beschäftigen, viele On-Prem-Projekte werden aufgrund der schnellen Innovation scheitern.

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