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SAP
Kalkulationsrelevanzkennzeichen in Produktkostenkalkulation
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13.12.18 15:17
TomL 
Kalkulationsrelevanzkennzeichen in Produktkostenkalkulation

Hallo,

wir haben in unserer Fertigung Anlagen im Einsatz, die einem bestimmten Arbeitsplatz/Kostenstelle zugeordnet sind

In der Produktkostenkalkulation greifen wir dann auf den auf dieser Kostenstelle hinterlegten Tarif/Leistungsart (KP26) zu.

Bei 90 % der Fälle haben wir eine richtige Bewertung vorliegen, allerdings gibt es einige Produkte, die zwar auf dem selben Arbeistsplatz/KST gefertigt werden, für deren Herstellung aber nur ein kleiner Anteil der auf der KST zugeordneten Anlagen benötigt wird.

Meine Frage ist, ob es in der Plankalkulation möglich ist, mit Teiltarifen zu rechnen (z. B. in o. a. Fall, dass bei diesen Produkten nur 10 % des Standard-Kostenstellentarifs in der Produktkostenkalkulation berücksichtigt werden).

Habe gesehen, dass es in den Planungsrezepten (Transaktion C202 - Reiter Vorgänge) zwar die Möglichkeit gibt, mit Kalkulationsrelevanzkennzeichen zu arbeiten (Standard X = 100 %, 1 = 50 %, 2 = 25 %, 3 = 75%, keine Angabe = 0 %), wenn ich aber bspw. bei einem bestimmten Vorgang "1" (also 50 %) setze, wird bei Produktkostenkalkulation immer der volle Tarif gezogen - egal, welches Kennzeichen ich setze.

Kennt jemand eine Möglichkeit, wie o. a. Problem gelöst werden kann?

Zudem stellt sich die Frage, ob dann bei Istproduktion die KST dann auch nur mit dem Teiltarif entlastet wird und nicht mit dem vollen Tarif.

Vielen Dank für eure Hilfe

Tom

16.12.18 21:13
Martin_Munzel 

Moderator

Re: Kalkulationsrelevanzkennzeichen in Produktkostenkalkulation

Hallo Tom,

ich würde an deiner Stelle verschiedene Leistungsarten verwenden, die dann jeweils den Anteil der Kosten repräsentieren, die für die Fertigung des Produktes anfallen.

Viele Grüße,
Martin

----------------
Martin Munzel
SAP-Berater, -Trainer, Autor, Geschäftsführer Espresso Tutorials GmbH
martin.munzel@espresso-tutorials.com

21.12.18 20:13
TomL 
Re: Kalkulationsrelevanzkennzeichen in Produktkostenkalkulation

Hallo Martin,

vielen Dank für deine Antwort.

An Leistungsarten hatte ich auch schon mal gedacht, allerdings schränkt uns hier unser Fertigungsleitsystem wahrscheinlich zu sehr ein (Maschinendatenerfassung ist mit Arbeitsplätzen gekoppelt/verbunden, in den Arbeitsplätzen sind dann fixe/starre Leistungsarten zugeordnet).

Zudem sehe ich hier die Gefahr, dass eine neue Leistungsart, die nur für kalk. Zwecke benötigt wird, vermutlich dann zu große Auswirkung auf andere Bereiche (z. B. bei Pflege in Planungsrezepten) hätte, daher wollte ich das vermeiden.

Nichts desto troz werde ich mich mal recherchieren, was neue Leistungsarten für den Fertigungsbereich bedeuten würden.

Vielen Dank und und Frohe Weihnachten!

Tom

08.01.19 10:30
Uwe 
Re: Kalkulationsrelevanzkennzeichen in Produktkostenkalkulation

Guten Morgen !

Wenn der volle Tarif trotzdem verwendet wird, könnte es sein, dass das vollkommen ok ist. Ich würde immer erwarten, dass ich Änderungen im Mengengerüst der Kalkulation ( d.h. hier im Vorgang des Arbeitsplans ) auf die Einsatzmenge der Leistungsart auswirken. Daher die vielleicht dumme Frage: ist denn auch die Menge nicht reduziert ?

Gruss

Uwe Moesker

10.01.19 09:00
sbz 
Re: Kalkulationsrelevanzkennzeichen in Produktkostenkalkulation

Hallo TomL,
eine Kalkulationsrelevanz in Prozent kann man m.W. nirgendwo hinterlegen.

Woran erkennt man die Vorgänge, bei denen weniger Leistung zu verrechnen ist? Grundsätzlich könnte man ein Template in der Umgebung '001' einrichten, dass bei den definierten Bedingungen eine prozentuale Gutschrift der Leistung errechnet. Templates können nicht nur in der Prozesskostenrechnung eingesetzt werden, sie können auch Leistungen von Kostenstellen verrechnen.

Vorkalkulatorisch wird das in der Produktkalkulation automatisch berücksichtigt.

Die Istrückmeldung würde dann zunächst in voller Höhe laufen, die nachgelagerte Template-Verrechnung mit Transaktion CPTA/CPTB würde dann die Istgutschrift auf der Leistungsart buchen.

VG
sbz

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