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SAP Add-On Lösungen



  Praxisbericht: SAP Neues Hauptbuch von Siemens IT Solutions


Erfolgsfaktoren und »Lessons Learned« aus dem Projekt
Dieses anspruchsvolle und innovative Projekt hat die Projektziele mit Bravour erreicht. Wesentliche Erfolgsfaktoren waren Flexibilität und Entscheidungsfreude des Kunden, kompetente und motivierte Key-User, kurze Entscheidungswege, die positive Erwartungshaltung des Managements sowie die persönliche Erfahrung und IT-Kompetenz des Sponsors. Die Projekterfahrungen, die gesammelt wurden, sind sehr vielfältig und umfangreich. Wir möchten Sie gerne detailliert an diesen Erfahrungen teilhaben lassen.

Der SAP Migration Service ist eine verpflichtende technische Dienstleistung, an der aber zum Projektzeitpunkt von SAP noch erheblich weiterentwickelt wurde. Im Rahmen unseres Projekts haben wir zwei Testmigrationen vorgenommen und damit auch eine weitere zusätzliche kostenpflichtige Validierung beauftragt. Dies war eine gute Entscheidung, da bei der zweiten Testmigration Fehler zutage traten, die in der ersten Testmigration aufgrund weiterentwickelter Ergebnisreports von SAP nicht identifiziert wurden.

Es empfiehlt sich, im Vorfeld genau zu analysieren, welche Support Packages, Hinweise etc. auf den unterschiedlichen Systemen einzuspielen sind. Ferner sollte gewissenhaft analysiert werden, welche Abhängigkeiten und zeitlichen Rahmenbedingungen für den Aufbau der Testmigrationssysteme, NHB-Systeme etc. gegeben sind und ob die erforderlichen Hardwareressourcen verfügbar sind.

Im Bereich von Prozessänderungen und organisatorischen Änderungen in den Fachbereichen ist Folgendes festzuhalten: Im Rahmen der Belegaufteilung werden letztendlich alle Geschäftsvorfälle hinterfragt. Da die automatischen Belegsplit-Informationen über Konto und Belegart abgeleitet werden, ist zum einen künftig ein disziplinierter Umgang mit den Belegarten erforderlich, zum anderen kommt man nicht umhin, teilweise Prozessänderungen vorzunehmen. Auch im Rahmen der CO-FI-Echtzeitintegration sind Prozessänderungen nicht auszuschließen.

Ein gut organisiertes Testmanagement für die Testmigrationen erspart erhebliche Nacharbeiten zum Zeitpunkt der Produktivmigration und im späteren Produktivbetrieb. Je detaillierter die Testfälle sind, desto mehr Fehlerpotenziale können im Vorfeld ausgeschaltet werden. Die Testfälle sollten operative Tätigkeiten, Abschlusstätigkeiten und Berichtsanforderungen bis auf Segmentebene herunter implizieren. Bei der Definition und Detaillierung der Testfälle kann gegebenenfalls eine Orientierung an den Belegarten und ihren Interpretationsalgorithmen hilfreich sein.

Es hat sich in diesem Projekt als hilfreich erwiesen, dass zwei Schulungsblöcke eingeplant wurden: * zum Zeitpunkt der Aktivierung der Validierung zum Geschäftsjahreswechsel (Erläuterung der Hintergründe des neuen Hauptbuchs, Informationen zum neuen Feld Segment, Nutzung der Belegarten, Erläuterung der Belegaufteilung und Validierung, CO-FI-Echtzeitintegration) * zum Zeitpunkt des Produktivstarts des neuen Hauptbuchs (Erläuterung neuer Transaktionen, ledgerspezifischer Buchungen, ledgerbezogener Auswertungen, neuer Berichte zum neuen Hauptbuch)

Dadurch konnte sichergestellt werden, dass die Anwender keine Ängste vor dem neuen System und der neuen Arbeitsweise aufbauen. Vielmehr wurde sogar eine positive Motivation in Kraft gesetzt. Da die Stillstandszeiten für das Produktivsystem meist in einem zeitlich sehr engen Rahmen liegen und die einzelnen Migrationsschritte je nach Mengengerüst und Hardwareausstattung sehr lange Laufzeiten haben können, ist zu empfehlen, eine genaue Planung vorzunehmen und bestimmte Migrationsschritte außerhalb der Stillstandszeiten auszuführen.


Quelle: Dorothea Baumann | Siemens IT Solutions, dorothea.baumann@siemens.com


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