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SWIFT & SEPA aus der täglichen Praxis



Claus Wild administriert SWIFTNet, SAP PI (ehemals XI) als auch SAP FI und liefert mit seinem Blog Berichte zu SWIFT & SEPA direkt aus der Praxis für die Praxis.


Kontakt: [ webmaster@clauswild.de ]




Sonntag, 11. Oktober 2009 - 18:34 Uhr
  Sinkende Zahlungsmoral und steigende Insolvenzen erschweren
     die automatische Verbuchung von Zahlungseingängen

Die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen in Deutschland steigt weiter an. In den ersten sechs Monaten 2009 meldeten insgesamt 16.142 Unternehmen Insolvenz an (Quelle: www.finanzen.net). Neben dem volkswirtschaftlichen Gesamtschaden werden bereits im Vorfeld die Auswirkungen in den Zahlungseingangstransaktionen deutlich spürbar. Parallel zu den Insolvenzen steigt die Anzahl an Raten- und Teilzahlungen bei den Unternehmen deutlich an. Automatische Zuordnungen sind dadurch im Regelfall nicht mehr möglich, was zu einem erschwerten bzw. erhöhten Aufwand an Nacharbeit von Zahlungseingängen führt. Reicht ein Gläubiger seine Forderungen an einen Inkassodienstleister weiter, kommt ein weiterer erschwerender Faktor dazu. Der Gläubiger wäre im Regefall verpflichtet den (möglichen) Zahlungseingang gemäß BGB §§ 366,367 zu verbuchen! Die Schwierigkeit liegt nun darin abzuwägen wie auf dem Konto des Debitors verrechnet werden soll. Gibt der Kunde bei der Begleichung seiner Verbindlichkeiten einen Verwendungszweck an, ist die Zuordnung relativ einfach. Fehlen diese Angaben ist der Sachbearbeiter gefordert. Er müsste Teilausgleiche, Verrechnungen, Zuordnungen, etc. manuell durchführen – alles in enger Abstimmung mit dem Kunden.

Dieser Prozess ist zeitaufwendig und in der Gesamtsicht kontraproduktiv. Bestehende Funktionalitäten der Softwarelieferanten zielen im Regelfall auf eine effektive Belegfindung ab. Logiken für Verrechnungs- und Verteilungsmodelle wie sie von BGB §§ 366,367 gefordert werden sind im Moment nicht verfügbar. Was bleibt ist der Wunsch, bzw. die Anforderung der Corporates an eine notwendige Erweiterung der ERP-Systeme zur verbesserten Nachbearbeitung von Inkassozahlungen. Nur so können die Prozesse in der Zahlungseingangsbearbeitung „schlank“ gehalten werden. Dem nächsten Aufschwung folgt irgendwann ein Abschwung! Spätestens dann bezahlen sich notwendige Investitionen aus.




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