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SAP
Technisches zur Anlagenbuchhaltung im Universellen Belegjournal
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02.04.17 20:50
Thomas_Heckmann 

Moderator

Technisches zur Anlagenbuchhaltung im Universellen Belegjournal

Der Blog wendet sich eher an den Berater und Entwickler, weniger an den Anwender. Am Beispiel der Anlagenbuchhaltung will ich beschreiben, was es heißt: Unter S/4HANA gibt es keine Nebenbuchhaltung mehr, also keine Tabellen dafür, sondern nur noch das Universelle Belegjournal.

In der guten alten R/3-Welt gab es die Tabelle ANLC (Verkehrszahlen pro Anlagen nach Bewertungsbereich und Geschäftsjahr) sowie die Bestandskonten der Hauptbuchhaltung. Fast jeder stand in der Anlagenbuchhaltung schon einmal vor dem Problem: Entweder gibt es bei der Datenübernahme in das SAP-System Probleme oder die Zahlen für eine Bewertung stimmen nicht. Das zu korrigieren war mit Buchungen und integrierten Transaktionen oftmals nicht möglich oder nur im laufenden Geschäftsjahr. An die Werte der Kumulierten AHK oder AfA war schwer heranzukommen.

Aber der Mensch ist erfinderisch: ein „kleines“ Update-Programm auf die Tabelle ANLC, die fraglichen Werte hart korrigiert. Vielleicht passten dann bei einer Übernahme die Daten der Anlagenbuchhaltung zur Hauptbuchhaltung. Oder man machte per Customizing die Bestandskonten Anlagen zu normalen Konten, führte manuelle Korrekturbuchungen ohne Bezug zu einer Anlage durch. Abschließend wurden die Konten wieder zu Abstimmkonten Anlagen gemacht.

Das Leben war überschaubar und beherrschbar: Hier die abgegrenzte Nebenbuchhaltung Anlagen, dort die Hauptbuchhaltung….
Mit S/4HANA Finance ändert sich das: Die Tabellen der Anlagenbuchhaltung fallen weg (einzelposten und Summen), übrig bleiben die granularen Buchungszeilen des Universellen Journals. Diese Buchungszeile dient der Hauptbuchhaltung, der Anlagenbuchhaltung, der Segmentberichterstattung usw. Als Mensch und SE16-Betrachter sieht man in so einer Buchungszeile den Wald (= die Anlagenbuchhaltung) vor lauter Bäumen (= alle Kontierungsmerkmale in so einer Zeile) nicht mehr. Und bekommt einen Heidenrespekt, hier mit Update-Methoden einzugreifen. Sondern hält sich brav an die Vorschriften und korrigiert, wenn überhaupt mit Buchungen.

Beispielhaft will ich zwei Punkte für die Anlagenbuchhaltung herausgreifen.
Führt man im FI zwei Hauswährungen, muss man in der Anlagenbuchhaltung pro Bewertungsbereich ein Duplikat für die zweite Hauswährung anlegen. Parameter und Wert sind identisch, die Werte in unterschiedlichen Währungen. Das ist in R/3 mit dem neuen Hauptbuch schon so, in S/4HANA dito.
Sei Bewertungsbereich 01 IFRS in Buchungskreiswährung, wird 02 für IFRS in Konzernwährung benötigt. Auf der Tabelle ANLC gibt es für jeden dieser Bewertungsbereiche einen eigenen Datensatz.
Auf der ACDOCA, dem universellen Belegjournal, wird man eine spezielle Buchungszeile für den Bewertungsbereich 02 vergeblich suchen. Es gibt nur einen Datensatz für 01. Dort steht der Wert im Feld HSL (Betrag in Buchungskreiswährung) für den Bewertungsbereich 01, das Feld KSL (Betrag in Konzernwährung) für den Bewertungsbereich 02. Im Feld AFABE (Anlagen-Bewertungsbereich) des Datensatzes steht ‚01‘. Also stets der Bewertungsbereich für die erste Hauswährung, die Buchungskreiswährung). Alles andere wird aus dieser Grund-Datensatz On The Fly zur Anzeige gebildet.

Der zweite Punkt:
Sowohl der Ablauf, welcher aus den einzelnen Anlagen-Buchungszeilen der ACDOCA ein Anlagengitter erstellt, als auch der SE16-Betrachter benötigen einen Anhaltspunkt, was die einzelne Buchungszeile bedeutet. Dazu gibt es in der ACDOCA das neue Feld SLALITTYPE (Nebenbuch-spezifische Einzelpostenart). Welche Inhalte das Feld annehmen kann, steht in der Tabelle FINSTS_SLALITTY. Erst über dieses Feld erschließt sich einem, um was es genau bei der einzelnen Zeile geht. Nur dieses Feld ist stets und eindeutig gefüllt.

Gruß Thomas Heckmann

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