| Passwort vergessen?
FICO Grundlagen
Karriere
Artikel
Auswertungen
Strategie
Demos
Seminarkalender
Forum
Add-On
Zertifizierung
Buecher
FICO - Fun
tell a friend

SAP E-Book Flatrate
SAP E-Books und Videos

Werbung
Sie sind nicht angemeldet.  Anmelden



SAP
Droht uns 2014 der „Zahlungsverkehrs-GAU“?
 1
24.02.13 19:40
fico-forum 

Administrator

Droht uns 2014 der „Zahlungsverkehrs-GAU“?

In den vergangen Wochen wurden aktuelle Zahlen, Berichte und Studien (u.a. PwC, Capgemini, ibi Research) zum aktuellen Umsetzungsstand der SEPA-Regularien veröffentlicht (EU-Verordnung 260/2012). Europaweit wurden darin Unternehmen befragt, wie sie ihren Kenntnisstand zu SEPA einschätzen, und wie die weiteren Projektplanungen für die Umsetzung der EU-Verordnung aussehen.

Die daraus gewonnen Zahlen sehen ein eher düsteres Szenario für die fristgerechte Einhaltung der EU-Verordnung voraus. Die Zeit wird knapp und die Mehrheit der betroffenen Unternehmen scheint die Frist zu verpassen – so das Fazit einer europaweiten PwC-Studie. Bei einer Befragung von 300 Großunternehmen durch die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC gaben lediglich 21,6 % an einen verbindlichen Zeitplan für die Umstellung des Zahlungsverkehrs zu haben. Die übrigen Unternehmen gaben an erst knapp vor dem 01. Februar 2014 die Voraussetzungen an die EU-Verordnung erfüllen zu können. Demnach droht fast die Hälfte der befragten Unternehmen die Umstellung nicht fristgerecht erfüllen zu können.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt Capgemini in einem kürzlich veröffentlichen Artikel. Die darin veröffentlichen Zahlen zeigen die Dimension und die Herausforderungen auf, die in kürzester Zeit zu bewältigen sind. Alleine in Deutschland gibt es 3,1 Millionen Unternehmen die jährlich 14 Milliarden Überweisungen und Lastschriften durchführen.

Sehr detaillierte Zahlen zur SEPA-Migration werden in der aktuellen Umfrage des ibi Resarch aus Regensburg veröffentlicht. Demnach ist einem knappen Drittel der Befragten das Thema SEPA nicht bekannt, bzw. haben 6 % von SEPA noch nie etwas gehört. Lediglich 7 % der Unternehmen sehen sich für SEPA gerüstet, der Rest ist noch in der Planungsphase. Ein Blick auf die europaweiten Zahlen verdeutlicht das Dilemma in dem die Migration derzeit steckt. Ende 2012 wurden erst ca. 35 % aller Überweisungen als SEPA Credit Transfer durchgeführt. Noch dramatischer sieht es bei den Lastschriften SEPA Direct Debit aus. Nur knapp 2 % der Lastschriften wurden demnach von den Unternehmen über dieses Zahlungsverkehrsinstrument eingereicht. Die allgegenwärtigen Probleme und Hürden mit diesem Werkzeug dürften hinlänglich bekannt sein und kurzfristig nicht zu einer signifikanten Steigerung führen.

Für zahlreiche Unternehmen die lediglich Inlandszahlungsverkehr durchführen dürften die oftmals propagierten Vorteile der SEPA eher von geringer Bedeutung sein. Für Unternehmen die grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr haben sind die Vorteile schon etwas größer – dennoch bleibt für alle Beteiligten der hohe Umsetzungs- und Wartungsaufwand der IT-Systeme. Denn auch hier gilt: Von einem einheitlichen Zahlungsverkehr sind wir auch unter SEPA weit entfernt. Alleine die unterschiedlichen Interpretationen der SEPA-Formate der teilnehmenden Länder erzeugen einen hohen administrativen Aufwand der Zahlungsträgerformate.

Droht der Zahlungsverkehrs-GAU?

Was sind die Konsequenzen aus diesen Zahlen? Droht uns am 01. Februar 2014 ein „Zahlungsverkehrs-Gau“ der die Unternehmen vor die „Zahlungsunfähigkeit“ stellt? Die ersten vorsichtigen Fragen in diese Richtung werden in den aktuellen Veröffentlichungen gestellt. Was passiert wenn die Migration scheitert kann derzeit nicht beantwortet werden, so die Einschätzung von Capgemini. Über mögliche Notfallverfahren halten sich die Bundesbank, die Bundesregierung als auch die EU bedeckt.

Eines dürfte an der Stelle allen Beteiligten dennoch klar werden: Ein wirtschaftliches Interesse war von den Unternehmen auch fünf Jahre nach der Einführung an den neuen Zahlungsverkehrsinstrumente nicht zu erkennen. Was folgte war eine Zwangsregulierung aus Brüssel, welche die Unternehmen vor gewaltige organisatorische Fragen und nicht minder erhebliche Kosten stellt. Ein möglicher „Zahlungsverkehrs-GAU“ dürfte nicht das Ziel der Protagonisten sein.

Links/Quellen: Studien und Veröffentlichungen zum SEPA-Umsetzungsstand
ibi Research
http://www.sepa-wissen.de/

Capgemini
http://www.de.capgemini.com/it-trends-bl...orprogrammiert/

PwC
http://www.themenportal.de/wirtschaft/be...verpassen-64028

http://www.pwc.de/de/prozessoptimierung/...gsverkehr.jhtml

Europäische Zentralbank
http://www.ecb.europa.eu/paym/sepa/html/index.en.html

06.03.13 17:45
BN-C 

Re: Droht uns 2014 der „Zahlungsverkehrs-GAU“?

Ergänzend dazu noch ein satirischer Beitrag in XING:
https://www.xing.com/topics/de/februar-2...epa-posse-23519

08.04.13 16:02
idieh 
Re: Droht uns 2014 der „Zahlungsverkehrs-GAU“?

welche SAP-System-Voraussetzungen sind denn für SEPA zu schaffen - eingesetzt ist derzeit ECC.6 ?
Welches Enhancement-Package muß installiert werden?

 1
Zahlungsverkehrsinstrument   „Zahlungsverkehrs-GAU“   Zahlungsträgerformate   grenzüberschreitenden   Veröffentlichungen   unterschiedlichen   Unternehmen   Inlandszahlungsverkehr   Zahlungsverkehrsinstrumente   SAP-System-Voraussetzungen   SEPA-Umsetzungsstand   prozessoptimierung   Zwangsregulierung   Beratungsgesellschaft   „Zahlungsunfähigkeit“   allgegenwärtigen   Wirtschaftsprüfungs-   Enhancement-Package   Zahlungsverkehrs-GAU   Herausforderungen

SAP