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  SAP Balanced Scorecard: Etwas Technik und Design (1)

Auch die SAP Balanced Scorecard nutzt als Datenbasis SAP BI. Die Vorteile dieser Architektur liegen auf der Hand: Erstens stehen Ihnen die innerhalb der BI-Funktionalität bereits in Abschnitt 8 beschriebenen Planungsfunktionalitäten zur Verfügung, die Sie für das Target Setting brauchen. Zweitens können Sie dadurch Kennzahlenwerte aus unterschiedlichsten Bereichen in die Balanced Scorecard integrieren.

Bevor Sie oder Ihr Scorecard-Administrator mit dem Anlegen einer SAP Balanced Scorecard beginnen, ist sehr wichtig, dass schon ein Konsens über die Grundzüge des Zielsystems besteht: Strategie, Ziele und Kennzahlen müssen grundsätzlich bekannt sein. Am besten klären Sie vorher auch, auf welche Art und aus welchen Quellen die Kennzahlenwerte zur Messung des Erfolgs gewonnen und in die Balanced Scorecard integriert werden können.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, umfasst die systemtechnische Umsetzung eines Balanced-Scorecard-Projekts grob zwei Aktivitätsfelder:

Anlegen bzw. Ausbau der notwendigen Datenbasis in SAP BI
Design der benötigten Balanced Scorecards


Als Datenbasis für die Balanced Scorecard kommen nahezu alle Typen von InfoProvidern infrage. Eine SAP Balanced Scorecard kann deshalb auch den BI Business Content aus verschiedensten Bereichen nützen, außerdem ist sie auch nicht an eine bestimmte BI-Datenbasis gebunden: Über Remote Function Call (RFC) integrieren Sie auch Daten aus beliebigen BI-Systemen; das ermöglicht Ihnen ein systemübergreifendes Management der Strategien.

Die technische Gestaltung einer SAP Balanced Scorecard gliedert sich grundsätzlich in zwei Schritte:

- Strategiedesign
- Scorecard-Design


Schritt 1: Strategiedesign
Im Strategiedesign legen Sie solche Balanced-Scorecard-Elemente an, die mehrfach in verschiedenen Balanced Scorecards verwendet werden können. Hierzu gehören:

- Strategien
- Perspektiven
- Ziele (Strategieelemente)


Tatsächlich wäre es allerdings unsinnig, etwa das Element Finanzperspektive in jeder Scorecard nochmals anzulegen und mit einer Definition zu versehen. Daher wird im Schritt Strategiedesign zunächst ein Pool von unabhängig wieder verwendbaren Balanced-Scorecard-Elementen gepflegt. Diese stehen Ihnen dann in verschiedenen Scorecards zur Verfügung.

Wichtige, ebenfalls unabhängig wieder verwendbare Elemente einer Balanced Scorecard sind die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen (Measures). Diese legen Sie, wie wir in Abschnitt 10.2 gezeigt haben, mit dem SEM Measure Builder in den Kennzahlenkatalogen an. Im Gegensatz zu Perspektiven oder Zielen (Strategieelementen) stehen sie allerdings übergreifend auch in SAP Management Cockpits oder in SAP-Werttreiberbäumen zur Verfügung.

Für das Strategiedesign – das Anlegen des Pools von unabhängig wieder verwendbaren Balanced-Scorecard-Elementen – haben Sie die Wahl zwischen zwei Alternativen: Sie können alle Elemente sukzessive manuell anlegen, oder Sie aktivieren den ausgelieferten Business Content in Form von Strategie-Templates, in denen viele vordefinierte Scorecard-Elemente enthalten sind.

Strategie-Templates
Die ausgelieferten Strategie-Templates umfassen zu verschiedenen Strategiekategorien jeweils zwei Ausprägungen von Strategien – eine Fokusstrategie und eine Basisstrategie.

Fokusstrategien wirken differenzierend – durch Aktivierung einer Fokusstrategie und Zuordnung ihrer Elemente zu einer Balanced Scorecard möchte sich das Unternehmen vom Durchschnitt des Wettbewerbs abheben. Basisstrategien reflektieren dagegen ein Zielsystem, das dem Durchschnitt des Wettbewerbs entspricht – sie sind also wesentlich weniger komplex vordefiniert als Fokusstrategien. Die vordefinierten Elemente können Sie aber nach der Aktivierung durch eine Änderung der Beschreibungen und Texte leicht anpassen. In jedem Fall kontextunabhängig sind die in den Templates enthaltenen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen: Sie stammen aus dem Business Content des SEM Measure Builder und werden lediglich aus den Templates heraus aktiviert.

Das Aktivieren selbst ist nicht besonders anspruchsvoll: Wie Abbildung 10.16 zeigt, müssen Sie dazu lediglich aus der Liste der Elemente diejenigen auswählen, die Sie verwenden möchten. Das einem kleinen weißen Blatt Papier entsprechende Symbol hinter den ausgewählten, markierten Elementen zeigt, dass das Objekt bisher noch nicht aktiviert worden ist.




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Martin Strohmeier und Jörg Siebert  I  Quelle: SAP PRESS Buch mySAP ERP Financials"


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