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 Kreditpolitik in Zeiten der Krise

Unternehmen rennen ihren Forderungen immer länger hinterher. Oft auch vergeblich, denn die Zahl der Firmenpleiten steigt mit der Rezession. Glücklich, wer über die Solvenz seines Geschäftspartners genau informiert ist und drohende Zahlungsausfälle rechtzeitig erkennt. Softwarelösungen der cormeta ag zur Anbindung von Wirtschaftsauskunfteien eröffnen hier neue Perspektiven: Die direkte Übernahme von externen Bonitätsinformationen in das eigene Kreditmanagement senkt das Ausfallrisiko erheblich.

Die Finanzkrise drückt die Zahlungsmoral. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Vereins für Credit Management (VfCM) unter 215 deutschen Unternehmen. Danach gab die große Mehrheit der Befragten an, dass sich das Zahlungsverhalten ihrer Kunden verschlechtert hat und die Insolvenzen zunehmen. Eine Entwicklung, die von der Creditreform bestätigt wird. Die Wirtschaftsauskunftei rechnet in diesem Jahr mit bis zu 35.000 Firmenpleiten. Allein in den ersten sechs Monaten mussten laut Creditreform knapp 16.700 Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen. Das sind gut 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Betroffen von Zahlungsausfällen ist vor allem der Mittelstand. Während Pharmaunternehmen und Banken mit dem Zahlungsverhalten weniger Probleme haben, sieht es in der Telekommunikations- und Logistikbranche schon sehr viel schlechter aus. Auch Versicherer, Handwerk und Bauwirtschaft warten immer länger auf ihr Geld. Dabei stehen deutsche Unternehmen im europäischen Vergleich noch ganz gut da. Mit durchschnittlich 30 Tagen ist ihre Außenstandsdauer weit niedriger als in anderen EU-Ländern. Trotzdem: Die Ausfallrisiken steigen auch hierzulande rapide. Da verwundert es nicht, wenn Firmen immer genauere Informationen über die Solvenz ihrer Kunden haben wollen. Die VfCM-Erhebung spricht in diesem Zusammenhang von einem „deutlich erhöhten Informationsbedarf deutscher Unternehmen“. 60 Prozent der Befragten gaben an, bei ihrer Risikobeurteilung verstärkt Daten von Wirtschaftsauskunfteien zu nutzen.


Der Zugriff auf die Auskunftsdaten ist aus unterschiedlichen Bereichen wie Debitorenanzeige, Kreditmanagement und den Zusatzmodulen von cormeta (KVsprint, CREFOsprint, ABSsprint) möglich. Die Daten stehen sowohl strukturiert als auch in html-Format zur Verfügung. Sie lassen jederzeit für das Scoring von Kunden weiterverarbeiten.

Gateway für schnellen Datenverkehr
Softwarehäuser haben diesen Trend längst erkannt und reagieren entsprechend. Zum Beispiel mit Technologien, die den Abruf externer Bonitätsauskünfte vereinfachen. Hier ist die Ettlinger cormeta ag, deren Kerngeschäft auf SAP basierende Branchenlösungen unter anderem für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie den technischen (Groß)Handel sind, ein Vorreiter: Das Softwarehaus bietet spezielle Add-Ons zur Anbindung von nationalen und internationalen Auskunftsdiensten direkt an die Unternehmenssoftware (ERP). Das Prinzip ist einfach wie effizient: Die geprüften Wirtschaftsinformationen werden automatisiert übernommen, als Stammdaten angelegt und stehen sofort im ERP-System zur Verfügung; für Kreditmanager genauso wie für den Vertrieb. Möglich macht es das „cormeta Gateway CGsprint“, eine universelle Schnittstelle, die der SAP Channel Partner zusammen mit der netCCS Credit Checking System GmbH entwickelt hat. Es ist das technologische Herz, mit dem Daten unterschiedlichster Auskunfteien abgerufen, benutzerfreundlich aufbereitet und in das ERP-System integriert werden. Durch das vollkommen offene und modulare Konzept der Schnittstelle lassen sich beliebig viele Dienste andocken, werden aber alle in der Benutzeroberfläche von CGsprint angezeigt. Die Kommunikation selbst basiert auf etablierten Webstandards, wie sie auch bei serviceorientierten Architekturen (SOA) zum Einsatz kommen: standardisierte SOAP-Webservices für den Austausch von XML-Daten. Die Übertragung erfolgt mittels HTTPS-Protokoll, das von jeder gängigen Firewall akzeptiert wird. Dadurch ist eine sichere, weil verschlüsselte, Kommunikation garantiert, die sich leicht installieren lässt.

Der Anwender entscheidet, nicht die Software
Derzeit lassen sich Schufa, Coface Central Europe und Bürgel auf diese Weise anbinden, weitere Auskunfteien sind geplant. Zudem hat cormeta mit CREFOsprint Online und ZaC für die Creditreform sowie D&Bsprint für D&B weitere Module zum Abruf von gesicherten Bonitätsauskünften auf dem Markt. Firmen steht damit eine hohe Bandbreite unterschiedlicher Informationen zur Verfügung, um Debitoren noch besser zu qualifizieren. Die Abfragen sind sowohl für Geschäftsanbahnungen als auch für Bestandskunden möglich. Der Vorteil: Der Zugriff auf die Auskunftsdaten kann überall erfolgen, etwa als Debitoranzeige, im Kreditmanagement oder im Vertrieb. Dabei werden die Stammdatensätze automatisiert im SAP-System angelegt und stehen für die Weiterverarbeitung sofort zur Verfügung. Der Mitarbeiter braucht sie nicht extra manuell zu erfassen. Wer beispielsweise mit einer Scoring-Lösung mit angeschlossenem Risikomanagement arbeitet, kann die externen Daten zusammen mit den eigenen Zahlungserfahrungen für die Risikoeinstufung, aus der das Kreditlimit resultiert, nutzen. Wie die Daten letztlich weiterverarbeitet werden und welche Aktionen daraus resultieren, bleibt aber immer eine Entscheidung des Unternehmens. Muss sie auch, schon allein der unterschiedlichen Rating-Kriterien wegen. So legt beispielsweise D&B seiner Bewertung andere Faktoren zugrunde als Creditreform. Somit wäre es kaum sinnvoll, in CGsprint ein automatisches Rating zu programmieren, an dessen Ende ein Ergebnis steht, wie bei einer mathematischen Formel etwa. Die Software liefert Informationen für die eigene Interpretation und stellt sie gegenüber: Wo gibt es Übereinstimmungen, wo Abweichungen? Übersichtlich in einer Bildschirmmaske dargestellt, kann sich der Anwender, ob nun Kreditsachbearbeiter oder Verkäufer, ein genaues Bild von der Solvenz seiner Kunden machen. Und damit auch mögliche Zahlungsausfälle besser erkennen.

Auskünfte aus Fernost – why not?
Bewusst forciert die cormeta ag dieses Thema, denn ihre Kunden arbeiten nicht nur mit Creditreform, der bekanntesten Auskunftei im B2B-Geschäft, zusammen. Viele von ihnen sind international ausgerichtet und auf Informationen zu ausländischen Klienten angewiesen. Daher die Erweiterung des Portfolios um Coface mit ihrer ausgewiesenen Expertise für Osteuropa sowie D&B mit Daten zu über 130 Millionen Unternehmen aus 220 Ländern. Und: Seit die Schufa ihr Geschäftsfeld auf den B2B-Bereich ausgedehnt hat, wird sie auch hier zu einer wichtigen Adresse für qualifizierte Bonitätsauskünfte. Da lag es nahe, auch für sie ein entsprechendes Modul zu entwickeln. In den nächsten Jahren wird cormeta ihr Angebot erweitern, mit etlichen Auskunfteien ist man bereits im Gespräch. „Wir orientieren uns immer am Bedarf unserer Kunden“, erläutert cormeta-Vorstand Holger Behrens. „Wenn jemand beispielsweise überwiegend asiatische Klienten hat und dafür Wirtschaftsauskünfte benötigt, denken wir über eine Lösung auch für diesen Wirtschaftsraum nach.“ Dabei ist cormeta in der Lage, auch sehr kurzfristig auf entsprechende Kundenwünsche zu reagieren. Wie bei CGsprint für Coface Central Europe, dem „jüngsten Nachwuchs“ in der Add-On-Familie.

Daten richtig interpretieren
Doch bei aller Relevanz: Externe Bonitätsauskünfte sind nicht die einzigen Informationen, die notwendig sind für die Entscheidung, ob man mit einem Kunden Geschäfte machen soll. Eigene Zahlungserfahrungen, Umsatzinformationen, Angaben zur Firmenstruktur, zu Größe, Alter, Rechtsform und Mitarbeiterzahl spielen eine nicht minder bedeutende Rolle; auch allgemeine Beobachtungen des Vertriebs vor Ort gehören dazu. Hat der Inhaber gewechselt? Wie entwickelt sich der Personalbestand? Gibt es eine hohe Fluktuation? Verändert sich der Warenbestand beim Kunden? Hinzu kommen Informationen wie Bilanzanalysen und betriebswirtschaftliche Auswertungen von externen Dienstleistern, um anhand von Kennzahlen, beispielsweise Umsatzrentabilität und Eigenkapitalquote, den Kunden zusätzlich zu bewerten. Auch neutrale Zahlungserfahrungspools haben hier ihre Berechtigung. Die Herausforderung besteht darin, nicht die Übersicht über die Daten zu verlieren, sondern sie gezielt für die Generierung von Umsatzpotenzial zu nutzen. Dazu müssen sie aber richtig interpretiert werden. Um die Informationen sinnvoll verarbeiten zu können, bedarf es der Unterstützung durch eine Software. Sie sollte den Sachbearbeiter in die Lage versetzen, Entscheidungen einzig und allein anhand objektiver Kriterien zu fällen, jenseits aller subjektiven Einflüsse. Die cormeta ag bietet vor diesem Hintergrund mit Crefosprint eine Lösung für das Risikomanagement an, die zentral alle wichtigen Informationen sammelt und bewertet. „Wir verfolgen mit unserem Angebot eine ganzheitliche Strategie“, sagt Holger Behrens. „Alle Prozesse für ein aktives Debitorenmanagement werden durch eine Software unterstützt, so dass sich der Anwender auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Damit leistet er einen erheblichen Anteil an der Zukunftssicherung seines Unternehmens.“

Actebis Peacock mit zertifiziertem Kreditmanagement
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Beispiel von Actebis Peacock. Europas drittgrößter ITK-Händler nutzt das komplette cormeta-Portfolio zur Absicherung gegen Forderungsausfälle. Für sein Kreditmanagement wurde die Firma entsprechend den „Mindestanforderungen an das Credit Management (MaCM)“ zertifiziert. Anfang 2009 bestand Actebis Peacock erfolgreich das erste Audit und ist damit das erste IT-Unternehmen mit einem solchen Zertifikat. „Hauptziel ist der Schutz vor Forderungsausfällen“, erläutert Werner Fischer die Kreditrichtlinie des Unternehmens. Aufgabe seines Bereiches sei es, den Vertrieb beim Erreichen der Umsatzziele zu unterstützen und gleichzeitig bestehende Risiken zu minimieren, so der Leiter Rechnungswesen. Daher habe man intern klare Regeln für die Vergabe von Kreditlimits und Zahlungskonditionen festgelegt, die Kernprozesse im Kreditmanagement definiert und in Form von Arbeitsanweisungen dokumentiert.

Quelle: www.cormeta.de


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