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  Praxisbericht der Accenture GmbH zum neuen Hauptbuch
      in SAP ERP Financials

Die richtige Auswahl und Dosierung des Einsatzes der neuen Funktionalitäten sind die Basis für eine erfolgreiche Implementierung des neuen Hauptbuchs.

Kundenbeschreibung und Ausgangssituation
Das von uns begleitete Projekt entstand auf Initiative des Konzernrechnungswesen einer weltweit führenden Handels- und Dienstleistungsgruppe (ca. 11,5 Mrd. Umsatz, ca. 53.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2007/2008). Im Rahmen der weltweiten Harmonisierung des Konzernkontenplans wurde für den deutsch-niederländischen Rechnungswesensystemverbund (ca. 550 zukünftige SAP-User) entschieden, die herkömmliche Drittsoftware durch SAP ECC6.0 zu ersetzen. Der Umfang des Projekts umfasste 84 legale Gesellschaften an 13 verschiedenen Standorten hauptsächlich in Deutschland mit ihrem Haupt-Geschäftsfeld im Bereich des Multichannel-Einzelhandels (Katalog, Internet, Stationär).

Herausforderungen für das Projekt
Die vielschichtigen Herausforderungen für das Projekt lagen u.a. in der Anforderung, die an 13 verschiedenen Standorten betriebene Rechnungswesen zu harmonisieren um damit die Vorgaben aus dem Konzernrechnungswesen standortübergreifend einheitlich umzusetzen. Es galt den neuen harmonisierten Konzernkontenplan weiter zu detaillieren, um einen globalen, operativ nutzbaren Kontenplan im SAP ECC6.0 abzubilden. Des Weiteren sollten durch die neuen Prozesse erhebliche Effizienzpotentiale gehoben werden, da die Entscheidung für die SAP-Einführung auf einer Wirtschaftlichkeitsrechnung basierte. Zu den neuen globalen Anforderungen gehörte auch die parallele Rechnungslegung nach lokalem Rechnungslegungsstandard (z.B. HGB, UK GAAP, US GAAP) und nach IFRS abzubilden, welches die Neueinführung der Gewinn- und Verlustrechnung nach Umsatzkostenverfahren (UKV) bedeutete. Die Realisierung der monatlichen Übergabe beider Rechnungslegungenstandards an das Konzernreporting-System SAP EC-CS und die Notwendigkeit, sich bereits abzeichnende weitere internationale System-Rollouts zu berücksichtigen, rundeten die Anforderungen ab.

Die konstitutionellen Entscheidungen des Projekts
Aus der Sicht von Accenture trifft die Einführung des neuen Hauptbuchs mit seinen neuen Funktionalitäten die Bedürfnisse des Marktes, welcher aufgrund von gestiegenen Anforderungen an die Rechnungslegung mehr Flexibilität bei der Abbildung des Rechnungswesens mit Hilfe einer Standardsoftware verlangt. Als Beispiele für die gestiegenen Anforderungen sind hier u.a. das Führen von verschiedenen parallelen Rechnungslegungsstandards aufgrund von Globalisierung der Systeme und die Erstellung von vollständigen Bilanzen auch auf Segment-Ebene zu nennen. Die Markteinführung des neuen Hauptbuchs durch die SAP ändert grundsätzlich nicht die Notwendigkeit, in der Konzeptionsphase die konstitutionellen Fragestellungen früh zu identifizieren, Lösungsmöglichkeiten dafür zu konzeptionieren und sich letztendlich für eine Alternative zu entscheiden. Viele dieser Entscheidungen treten bei allen Kunden in ähnlicher Weise auf, führen aber je nach Kundensituation und gewünschter Soll-Situation zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Genau bei diesen konstitutionellen Entscheidungen erweitert das NewGL den Werkzeugkasten des Projektteams um zusätzliche Alternativen, die jeweils Vor- und Nachteile haben, weswegen auf jedem Projekt erneut die sorgfältige Abwägung von herkömmlichen Lösungsalternativen und Lösungsalternativen auf Basis des NewGLs zu empfehlen ist. Gerade für Kunden, die von anderen Systemen als SAP migrieren, kann aus prozessualer Sicht die Wahl des Umstiegs auf eine neue Funktionalität des NewGLs gegebenenfalls nur die zweitbeste Alternative sein. Das hier beschriebene Implementierungsprojekt wurde von folgenden konstitutionellen Entscheidungen bezüglich des Neuen Hauptbuchs geprägt:

Parallele Rechnungslegung
Offensichtlich war von Beginn des Projektes an die primäre Anforderung, zwei parallele Bewertungen simultan abbilden zu können. Dieses war je nach Konzerngesellschaft die jeweilige landesübliche Rechnungslegung (z.B. nach HGB, UK GAAP, niederländischer Abschluss) sowie die Rechnungslegung nach IFRS für das Konzernberichtswesen. Sekundäre Ziele waren die Minimierung des operativen Aufwands in der Buchhaltung zur Erfassung des Buchhaltungsstoffs und Erstellung der Abschlüsse, die Erfüllung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, die Maximierung der Übersichtlichkeit der implementierten Lösung und ein Maximum an Funktionalität in allen Rechnungslegungen (Ledgern). Folgende Alternativen wurden auf ihre Praxistauglichkeit hin analysiert und bewertet.

* Abbildung über Kontenlogik
* Abbildung über Konten-Delta-Logik
* Abbildung über die neue Funktionalität Parallele Ledger


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