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  Leseprobe - Ergebnisrechnung mit SAP (CO-PA)

Voraussetzung für die Nutzung einer Ergebnisrechnung ist die Festlegung von Strukturen, durch die die von Ihnen benötigten Auswertungsebenen festgelegt werden. Die Bildung der Strukturen erfolgt durch die Definition eines Ergebnisbereichs bzw. durch die darin enthaltenen Merkmale und Wertfelder.

Ein Ergebnisbereich ist eine organisatorische Einheit des Rechnungswesens und damit in gewisser Weise vergleichbar mit einem Kostenrechnungskreis. Sie werden sich jetzt auch bestimmt daran erinnern, dass Sie für den Aufbau Ihrer Kostenrechnung zuerst einen Kostenrechnungskreis definieren mussten. Verglichen mit dieser Aktivität ist allerdings das Anlegen eines Ergebnisbereichs die weitaus komplexere Angelegenheit. Für Ihre Kostenrechnung gibt es in der SAPStandardauslieferung bereits diverse Tabellen, in denen die Bewegungsdaten abgelegt werden können. Bei der kalkulatorischen Ergebnisrechnung sieht das ganz anders aus. Erst durch die Definition der Strukturen werden die benötigten Tabellen erstellt.

Sie werden sich vielleicht fragen, warum keine vordefinierten Tabellen ausgeliefert werden. Der Grund dafür ist relativ einfach: Die Ausgestaltung ist von Unternehmen zu Unternehmen zu verschieden. Das beginnt bereits bei den Selbstkosten, die in einem Produktionsunternehmen anders strukturiert werden als in einem Handelsunternehmen. Ganz ähnlich verhält es sich mit den Erlösschmälerungen. Es ist somit fast unmöglich, einen gemeinsamen Kern für alle Unternehmen zu definieren. Man wäre gezwungen, eine extrem umfangreiche Struktur aufzubauen, damit jeder sich mit seinen spezifischen Anforderungen darin wiederfinden könnte. Eine derart große Struktur hätte aber verhängnisvolle Auswirkungen auf die Performance, so dass es für alle besser ist, wenn sich jedes Unternehmen seine individuelle Struktur selber erstellt. Das ist auch kein Grund zum Verzweifeln, denn der Aufbau dieser Tabellen geht ohne einen Datenbankexperten. Sie bekommen letztendlich sogar relativ wenig davon mit. Andererseits sollte es Ihnen trotzdem immer bewusst sein, dass Sie Änderungen an Tabellen vornehmen und deshalb sehr sorgfältig arbeiten müssen.

Die Struktur Ihres Ergebnisbereichs ergibt sich aus den von Ihnen ausgewählten Merkmalen und Wertfeldern. Ein Merkmal ist ein Kriterium, mit dem Sie differenzierte Ergebnisanalysen und Ergebnisplanungen durchführen können. Mögliche Auswertungs- und Planungskriterien könnten beispielsweise der Kunde, der Artikel, die Verkaufsregion und vieles mehr sein. Mit einem Wertfeld treffen Sie die Entscheidung darüber, welche Werte bzw. Kennzahlen Sie auswerten wollen. Ihre Kosten- und Erlösstrukturen werden mit Hilfe von Wertfeldern abgebildet. Für Ihre Kunden sind Sie beispielsweise an einer regelmäßigen Auswertung der Umsatzerlöse und der damit verbundenen Umsatzkosten interessiert.

Analyse des Informationsbedarfs
Bevor Sie mit der Definition der Merkmale und Wertfelder für Ihren Ergebnisbereich beginnen, müssen Sie genau wissen, welche Informationen für die Entscheidungsträger in Ihrem Unternehmen von Bedeutung sind. Wenn Sie sich erst kurz vor Produktivsetzung Gedanken darüber machen, welche Berichte von Ihnen zu erstellen sind, dann fangen Sie eventuell noch einmal von vorne an. Der Grund dafür könnte sein, dass die von Ihnen angelegte Struktur nicht zu den Berichtsanforderungen passt.

Quelle: SAPPRESS

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