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  Treasurer unzufrieden mit ihrer Software - Anbieter bilden selten
      die Treasury-Wertschöpfungskette in Gänze perfekt ab



Eine neue IBM-Studie birgt Interessantes: Über die Hälfte der befragten Treasurer will in den nächsten zwei Jahren ihr Treasury-Management-System (TMS) wechseln. Das gilt sowohl für Unternehmen, die bereits eines im Einsatz haben, als auch für Firmen, die bisher nur Kalkulationsprogramme nutzen. Die Benotung ihrer Systeme ist mit 6,1 von 10 möglichen Punkten eher bescheiden. „Die Anwender in der Finanzbuchhaltung sind mit ihrer Software deutlich zufriedener“, sagt Michael Michaelis, Treasury-Experte bei IBM Global Business Services in Düsseldorf. Hauptgrund ist wohl, dass einzelne Anbieter die Treasury-Wertschöpfungskette selten in Gänze perfekt abbilden. Erstaunlich auch: Im Risikomanagement und bei dem IAS Effektivitätstest dominieren weiterhin Tabellenkalkulationsprogramme. Rund die Hälfte der befragten 61 Unternehmen aus Industrie und Handel führen Prozesse wie Liquiditätsvorschau und Limitüberwachung manuell durch.

Dies kritisiert Michaelis: „Manuelle Prozesse dauern länger und bergen eine höhere Fehlerquote.“ Doch sei es den Anbietern bisher nicht gelungen, komplexe Hedging-Geschäfte standardmäßig abzubilden, weshalb man auf Behelfslösungen zurückgreifen müsse. Zwei von drei Befragten sehen die Technologie als bedeutenden Einflussfaktor im Treasury an. Dennoch gelingt es den Treasurern selten, ihren Vorstand vom Nutzen einer integrierten Lösung zu überzeugen. „Bei TMS ist es schwierig, einen ROI zu errechnen“, sagt Michaelis. „Das Mehr an Sicherheit und Präzision lässt sich kaum in Zahlen ausdrücken.“ Zudem blieb das Treasury in den letzten Jahren häufig außen vor, wenn in Unternehmen die IT runderneuert wurde. „Erst jetzt, wo es vielen Unternehmen wirtschaftlich gut geht, kommen TMS-Projekte verstärkt auf die Agenda.“

Von 83 Prozent der Befragten, die ein SAP R/3-System, aber kein eigenes TMS im Einsatz haben,setzt kaum einer die SAP-Treasury-Funktionalitäten ein. „91 Prozent sehen die Lizenzgebühren und die Implementierungsgebühren als zu hoch an“, heißt es in der IBM-Studie. Zudem wird SAP als wenig benutzerfreundlich kritisiert. Dieses Urteil hält sich, obwohl SAP bei Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität in den letzten zwei Jahren deutlich aufgeholt hat. Da der Softwareriese seine Marktmacht im Treasury bisher nur ungenügend ausspielt, bleibt weiter Luft für andere Anbieter.

10.2007 - Autor: Markus Dentz  I  Quelle: http:///www.dertreasurer.de





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