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  Investitionsförderung mit der SAP Anlagenbuchhaltung

Zur Finanzierung von Anlagevermögen werden oftmals öffentliche und private Investitionsförderungen verwendet. Vor allem staatliche Einrichtungen aller Ebenen versuchen, mit Investitionsförderungen gezielt die Anschaffung oder Herstellung von Anlagevermögen zu unterstützen. Diese geschieht oft mit dem Zweck, die Ansiedlung von Industrieunternehmen zu fördern, bestimmte Technologien zu unterstützen oder Unternehmen bei der Erfüllung von öffentlichen Aufgaben helfen. Aber auch Unternehmen der freien Wirtschaft oder Privatpersonen können Zuschussgeber für neues Anlagevermögen sein. Mit Investitionsförderungen bezwecken betriebsfremde Personen, Unternehmen oder Behörden zudem, die Anschaffung von Anlagegegenständen zu unterstützen. Unter Investitionsförderung ist also ein ganzes Bündel von Maßnahmen zu verstehen, von denen wir hier drei wesentliche Arten erläutern.


Steuerliche Abschreibungsvorteile

Steuerliche Abschreibungsvorteile sind, wenn auch indirekt, ein wesentlicher Teil von Investitionsförderungen. Man nehme die verkürzte Nutzungsdauer von Betriebsgebäuden oder die gesonderten Abschreibungsmöglichkeiten von »Modernisierungskosten« für erworbene Altgebäude Der externe Förderer bei Abschreibungsvorteilen ist ausschließlich die Allgemeinheit. Wir alle fördern hiermit die Anschaffung von Anlagegütern über gestundete Steuereinnahmen.


Zinsgünstige Kredite

Eine weitere Art der indirekten Förderung ist die Gewährung von zinslosen oder zinsgünstigen Krediten für die Anschaffung oder Herstellung bestimmter Anlagegüter. Eine Förderungsmöglichkeit, die nicht nur der Allgemeinheit zusteht, jedoch fast ausschließlich von dieser praktiziert wird. Die Europäische Gemeinschaft, der Bund, die Länder und unsere Kommunen gewähren Unternehmen gerne günstige Kredite, wenn in ihrem Einflussbereich neues Anlagevermögen angeschafft, also investiert wird. Da Zinsen grundsätzlich nicht Bestandteil der Anschaffungs-/Herstellungskosten sind, berührt diese Art der Förderung die Bewertung eines Anlagengegenstands und damit die Anlagenbuchhaltung nicht.


Investitionszuschüsse/-zulagen

Einem Unternehmen Geld für die Anschaffung von Anlagegütern zu »schenken« bzw. diese zu bezuschussen, ist die direkteste Form der Investitionsförderung. Diese Art der Förderung wird nicht nur von staatlichen Institutionen praktiziert, auch Unternehmen und Privatpersonen »verschenken« so manchmal ihr Geld, damit Andere neue Anlagegüter anschaffen können. Für die Empfänger des Zuschusses ist dies ein einmaliger, grundsätzlich nicht zurückzuzahlender Geldbetrag für die Anschaffung von Anlagegütern, also für Investitionen. Genau hieraus leitet sich der Begriff Investitionszuschuss ab. Im steuerlichen Bereich werden solche Geldzuwendungen zusätzlich noch in Investitionszuschüsse und Investitionszulagen unterteilt. Während Zuschüsse versteuert werden müssen, sind Zulagen steuerfrei. Deshalb dürfen Investitionszulagen den steuerlichen Wertansatz eines Anlagengegenstands nicht beeinflussen. Laut § 13 des aktuellen Investitionszulagengesetzes (InvZulG) mindert die Zulage »nicht die steuerlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten«. Vor dem BilMoG war dies auch handelsrechtlich zu berücksichtigen. Mit der Trennung von Handels- und Steuerbilanz mindern neben den Investitionszuschüssen auch die steuerlichen Investitionszulagen die Anschaffungs-/Herstellungskosten eines Anlageguts in der Handelsbilanz.


SAP Anlagenbuchhaltung

Im SAP-Menübaum sind die Funktionen zur Zuschussbehandlung mit dem Oberbegriff Investitionsförderungen belegt. Diese Programmbereiche innerhalb der SAP-Anlagenbuchhaltung beziehen sich allerdings ausschließlich auf Geldzuwendungen zur Anschaffung neuer Anlagegüter. Wenn Investitionszuschüsse als Sonderposten bilanziert werden müssen, wird dies in der SAP-Anlagenbuchhaltung mit eigenen Bewertungsbereichen gelöst. Standardmäßig sind hierfür die Bewertungsbereiche 51 und größer reserviert. In diesen Bewertungsbereichen werden negative Anlagewerte auf der Passivseite spiegelbildlich zu positiven Anlagenwerten auf der Aktivseite geführt.


Quelle: SAPPRESS Anlagenbuchhaltung mit SAP, einrichten, anwenden und optimieren


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