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  Kostenartenrechnung

Die Kostenartenrechnung (CO-OM-CEL) dient zur zeitlichen Erfassung und Gliederung der angefallenen Kosten. Jeder relevante Geschäftsvorgang wird nicht nur über die Verbindung zwischen Konto und Kostenart sachlich gruppiert, sondern auch mit einem Kontierungsobjekt an die Kostenrechnung weitergeleitet. Als Kernbestandteile der Kostenartenrechnung sollen primäre und sekundäre Kostenarten, Kostenartengruppen, Abgrenzungsbuchungen und Möglichkeiten des Informationssystems näher erläutert werden.


Primäre und sekundäre Kostenarten
Kostenarten des SAP Moduls CO, die auch als Sachkonto im FI vorhanden sind werden als primäre Kostenarten bezeichnet. Ausgangspunkt sind externe, primäre Geschäftsvorfälle die sich auf einem Erfolgskonto und der korrespondierenden Kostenart wiederfinden. Im Gegensatz dazu sind sekundäre Kostenarten nicht als Sachkonto im FI vorhanden. Hier geht es ausschließlich um innerbetriebliche Vorgänge wie beispielsweise eine Leistungsverrechnung mittels SAP Umlage.


Kostenartengruppen
Eine Zusammenfassung gleichartiger Kostenarten findet mittels Kostenartengruppe statt. In einer bis zu neun stufigen Hierachie werden diese Gruppen mitanander verknüpft und liefern im Berichtswesen die Zeilenstruktur innerhalb der verschiedenen SAP Berichtsgeneratoren. Die Summenbildung erfolgt hier pro Hierachieknoten, weshalb der Aufbau der verschiedenen Kostenartengruppen in der Praxis eng an den Betriebsabrechnungsbogen angeleht ist. Darüber hinaus können Kostenartengruppen überall dort sinnvoll eingesetzt werden wo mehrere Kostenarten in einem Vorgang bearbeitet werden sollen, z.B. bei Validierungen, der Kostenstellenplanung oder bei Allokationen.


Abgrenzungsbuchungen
Abgrenzungsbuchungen können im FI oder CO vorgenommen werden. Ausgehend von einer Konvergenz zwischen externen und internen Rechnungswesen ist es nicht mehr wirklich entscheidend wo diese periodischen Arbeiten zur sachlichen und zeitlichen Abgrenzung stattfinden. Wichtig festzuhalten ist, dass wenn die Buchung im FI Modul stattfindet, dieses auch direkte Auswirkungen auf das CO hat und umgekehrt. Insbesondere mit der Anforderung Segmentberichterstattung und Umsatzkostenverfahren verstärkt sich diese Abhängigkeit. Gibt es nach wie vor ein klassisches Zweikreissystem und damit einer Trennung zwischen den beiden Bereichen kann eine Synchronisation vom CO ins FI mittels Abstimmledger individuell und spezifisch (asynchron) gesteuert werden. Mit dem neuen Hautbuch erfolgt eine Abstimmung in Echtzeit. Auch kalkulatorische Buchungen können exklusiv im Controlling vorgenommen werden. Ein weiteres Verfahren zur Abgrenzung bietet das Zuschlagsverfahren, bei dem die abzugrenzenden Kosten mithilfe eines prozentualen Zuschlgs auf eine Basiskostenart ermittelt wird. Hier können kalkulatorische Kosten auf Basis tatsächlich gebuchter Kosten ermittelt werden, beispielsweise für die Abgrenzung von Lohnnebenkosten wie Urlaubsgeld.


Informationssystem
Die Verknüpfung der Beleginformationen z.B. von Originalbeleg (FI) und Controllingbeleg (CO) ermöglichen eine genaue Analysen der angefallenen Kosten, bis zum ursprünglichen Geschäftsvorfall. Damit kann aufgezeigt werden welche Kosten in den Teilbereichen des Unternehmens angefallen sind und wie der genaue Kostenfluss ausgesehen hat. Selbst weit entfernte Informationen im Einkauf (z.B. Bestellinformationen), oder Verkauf (Rabatte in Aufträgen) können ausgehend vom Controllingbericht mittels Doppelklick als Absprung in das jeweilige Modul des integrierten SAP ERP Systems analysiert werden.

Quelle: Jörg Siebert

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