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SWIFT & SEPA aus der täglichen Praxis



Claus Wild administriert SWIFTNet, SAP PI (ehemals XI) als auch SAP FI und liefert mit seinem Blog Berichte zu SWIFT & SEPA direkt aus der Praxis für die Praxis.


Kontakt: [ webmaster@clauswild.de ]




Samstag, 25. Juli 2009 - 15:34 Uhr
  Was hat Twitter mit SEPA Credit Transfer gemeinsam?

Auf den ersten Blick hat Twitter mit SEPA Credit Transfer nicht viele Gemeinsamkeiten. Beim einen handelt es sich um ein soziales Netzwerk, beim anderen um den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Wo sind nun die Gemeinsamkeiten? Es sind 140 Zeichen! So viele Zeichen stellen beide ihren Teilnehmern zur Übermittlung von Nachrichten oder Informationen zu Verfügung. Im täglichen Geschäftsverkehr haben sich die reduzierten Verwendungszwecke bisher noch nicht als Nachteil erwiesen. Die Zuordnungsquoten bei der automatischen Verbuchung von Zahlungseingängen sind bisher nicht rückläufig. Für die Zukunft bedeutet dies allerdings nicht, dass sich ein Debitorenmanager auf diesen Zahlen und Ergebnissen ausruhen kann.

Mit gerade einmal 140 Zeichen könnte es für den Auftraggeber sicherlich schwierig werden komplexere Sachverhalte, wie z.B. Erläuterungen zu Abzügen und Kürzungen zur Zahlung, bzw. mehrere Rechnungs- und Gutschriftsnummern zu übermitteln. Haben Sie einen Twitter Account? Versuchen Sie Ihrem Kommunikationspartner mit den Ihnen zu Verfügung stehenden 140 Zeichen eine umfassende Information sinnvoll zu verpacken. Es könnte schwierig werden! Als Gegenargument könnte nun sicherlich darauf verwiesen werden: „Für komplexe Sachverhalte kann der Empfänger auch mittels Brief oder Mail informiert werden“. Das ist vom Grundsatz sicherlich richtig - die Praxis sieht allerdings oft anders aus. Der Auftraggeber versucht so viele Informationen wie möglich in einer Überweisung unterzubringen um sich zusätzlichen Schriftverkehr zu ersparen. Was ist die Konsequenz daraus? Unternehmen mit einem hohen Belegaufkommen, bzw. mit Erläuterungen zur Zahlung werden auch in Zukunft auf den Versand eines Zahlungsavises angewiesen sein. Oftmals werden diese heute bereits auf dem elektronischen Weg übermittelt - aber häufig nur in Form einer PDF-Datei. Der Empfänger kann somit die Informationen für eine elektronische Verbuchung in diesem Fall leider nicht nutzen.

Für SAP-Anwender ist hier nun Abhilfe in Sicht. Die SAP AG hat den Versand und Empfang von Zahlungsavisen erweitert. Neben den bisherigen IDoc´s können nun Avise auch als XML-Dateien versendet und empfangen werden. Erweiterungen sind dazu nicht notwendig. Das Szenario wird im SAP-Standard ausgeliefert, bzw. benötigt als Kommunikationsschnittstelle eine PI-Infrastruktur. Über die jeweiligen Stammdaten kann schnell und einfach der Übertragungsweg, bzw. das Format (XML oder IDoc) festgelegt werden. Auch Non-SAP Systeme können davon profitieren. Durch die offene XML Architektur kann das Avis beim Empfänger individuell angepasst und verarbeitet werden.




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