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SEPA

SWIFT & SEPA aus der täglichen Praxis



Claus Wild administriert SWIFTNet, SAP PI (ehemals XI) als auch SAP FI und liefert mit seinem Blog Berichte zu SWIFT & SEPA direkt aus der Praxis für die Praxis.


Kontakt: [ webmaster@clauswild.de ]




Dienstag, 6. November 2012 - 20:12 Uhr
  SAP erweitert das Produktportfolio im Zahlungsverkehr – Mit "Financial Services Network" erfolgt der Einstieg als Zahlungsverkehrsdienstleister

Eine Pressemitteilung auf der diesjährigen SIBOS in Osaka dürfte in der Finanzindustrie nachhaltig für Aufsehen erregen. Mit dem Financial Services Network (FSN) steigt die SAP in den Kreis der Zahlungsverkehrsdienstleister auf. Nur wenige Jahre nach der erfolgreichen Einführung von SAP Bank Communication Management (BCM) wird das Produktportfolio um eine weitere wichtige Komponente im Zahlungsverkehr ergänzt. Wurde mit BCM im Jahr 2008 die Lücke in der Autorisierung und dem Monitoring von Zahlungen geschlossen, erfolgt nun in einem weiteren Schritt die direkte Anbindung der Banken auf einer eigenen dafür geschaffenen Plattform der SAP AG. Mit dieser Neuentwicklung ist es nun erstmals möglich Zahlungsströme direkt aus dem SAP ERP-System an die Bank zu senden, sowie Kontoauszüge zu erhalten ohne den Einsatz zusätzlicher E-Banking-Software.

Zahlungsverkehr in der Wolke
Die Lösung basiert dabei auf der Cloud-Technologie über die Firmenkunden als auch Banken weltweit einfach und schnell angebunden werden können. Bisher war neben weiteren Softwarepakten für die Kommunikation mit den Kreditinstituten oftmals zusätzliche Hardware notwendig – dies entfällt an der Stelle der Prozesskette nun komplett. Die Anbindung gestaltet sich für die Firmenkunden sowie den Banken relativ einfach. In einem ersten Schritt erfolgt die Registrierung und Anlage des Firmenprofils, sowie die Anlage von zeichnungsberechtigten Usern auf der Plattform. Autorisierungen können dabei wahlweise aus SAP-BCM oder direkt in FSN durch die hinterlegten Zeichnungsberechtigten erfolgen.

In einem nächsten Schritt erfolgt die technische Anbindung und Konfiguration zwischen dem SAP-System des Kunden und dem FSN. Diese kann optional aus einer SAP-PI erfolgen, oder direkt über einen Connector der an das ERP-System angebunden wird. Steht die Verbindung zum FSN kann der Kunde aus den unterschiedlichen Angeboten an Services auswählen welche die Hausbank im Angebot hat. In der Pilotphase wird sich dies auf die Kernfunktionalitäten Zahlungsverkehr und Kontoauszugsbereitstellung beschränken. Mit der Bereitstellung von Zahlungsavisen und Abwicklung von Kreditkartentransaktionen sind für die Zukunft weitere Dienstleistungen (Apps) angedacht. Mittels der "Multi-tenant" Architektur werden die teilnehmenden Banken sowie die angebundenen Unternehmen streng voneinander getrennt. Bestmögliche Verschlüsselungsmechanismen garantieren für eine hochsichere Kommunikation der Partner untereinander. Zudem garantiert diese Architektur eine entsprechende Skalierung. Während im klassischen E-Banking die Zahlungsträger ab einer bestimmten Größe (Bsp.: Telekommunikationsunternehmen, Versicherungen) gesplittet oder gar mit Vorlauf hochgeladen werden müssen, wird in der Cloud entsprechend des Volumens einfach mehr virtuelle Ressourcen zur Bewältigung der Last hinzugeschaltet.

Vorteil Firmenkunde?
Geprägt durch viele Jahre des Stillstands setzen sich vermehrt neue Ideen und Innovationen in der Zahlungsverkehrsindustrie durch. Mit dem FSN der SAP wurde ein Produkt entwickelt, welches die Bedürfnisse zahlreicher Firmenkunden abdecken kann. Sekt oder Selters war die Devise in der Vergangenheit wenn es um die Anbindung von Banken an den firmeninternen Zahlungsverkehr ging. Für zahlreiche Unternehmen ist oder war die Anbindung an SWIFT zu teuer – mit EBICS ist die Verbindung in das weltweite Netz der Banken nicht möglich. Mit FSN der SAP kann die globale Erreichbarkeit der Banken zu einem überschaubaren und vertretbaren Preis nun Realität werden. Das Konzept sieht weder die zusätzliche Anschaffung von Hardware vor, noch die Investition von zusätzlicher Software welche von SAP in Form eines „Connectors“ als Addon zur Verfügung gestellt wird. Der Kunde zahlt lediglich für die Dienstleistung (SaaS – Software as a Service) die er im Rahmen der von den Banken gestellten Services auch nutzt. Abzuwarten bleibt in diesem Zusammenhang noch die Verbreitung und Akzeptanz der Dienstleistung auf dem Markt. Zu Beginn haben sich sieben Banken weltweit für die Pilotphase eingeschrieben. Zu hoffen bleibt an der Stelle, dass sich zahlreiche Kreditinstitute diesem Service anschließen um das Bankenportfolio für die möglichen Kunden so interessant wie möglich zu gestalten.




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